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Autor Thema:   Alleinlassen | Allein bleiben | Stubenreinheit | Welpen
KH
www.white-bandits.de

Beiträge: 247
Von:D-71576 Burgstetten
Registriert: Dez 2000

erstellt am 08.12.2000 um 13:00 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von KH anzusehen!   Klicken Sie hier, um KH eine eMail zu senden!     
Hallo,

Wesensschwäche und Ängstlichkeit entstehen häufiger durch zu frühes Alleinlassen, als dass sie angeboren wären!

Ein Welpe, der während der prägenden Zeit häufiger das Alleinsein erdulden musste, wird nie richtig selbstbewusst sein und vor dem Alleinsein häufig Panik behalten. Zum Verlassenheitsgefühl kommt womöglich noch das erste Gewitter im Welpenleben, und wieder ist keiner da, der ihm signalisiert: Es ist alles in Ordnung – Blitz und Donner sind doch prima. Die Folge ist ein weiterer Hund, die wie schon so viele Angst vor Gewitter und Sylvesterballerei hat.

Schrittweises Vorbereiten auf das spätere Alleinsein:

Für den Zeitpunkt (ca. 6 Monate), zu dem der junge Hund die biologische Reife besitzt, um wirklich auch mal 3-4 Stunden allein bleiben zu können fangen Sie ab der 13. Woche mit Scheinübungen an. Sie verlassen den Raum, in dem sich Ihr Hund befindet, aber sie verlassen nicht das Haus. Bei Verlassenheitsgefühl gehen Sie sofort kommentarlos zurück. Bei Protestgebell gehen Sie zurück, öffnen die Tür und sagen laut „NEIN“. Danach entfernen Sie sich wieder mit den immer gleichen Worten für diese Übung, wie „bleib“ oder ähnlichem. Bleibt Ihr Welpe 30 Sekunden ruhig, gehen Sie kommentarlos zu ihm zurück. Das Alleinlassen muss emotionslos geübt werden, sowohl beim Verlassen wie beim (erfolgreichen) Zurückkehren. Dadurch wird es für den Welpen am leichtesten zu einer Selbstverständlichkeit.

Auch wenn Ihr Welpe Übungsweise das schrittweise, Minutenweise ausgedehnte Alleinbleiben akzeptiert, weil er beim Üben die wiederholte Erfahrung macht, „Herrchen kommt zurück“ sollten Sie ihm ein echtes Alleinsein erst mit sechs Monaten zumuten.

Nachts ist der Schlafplatz des Welpen neben dem Bett seines Herrchen/Frauchen!!!

Aus dem oben Beschriebenen folgern Sie natürlich, dass gerade während der langen Nacht der Welpe nicht irgendwo isoliert ist, sondern neben Ihr Bett gehört. Das fördert nicht nur seine Stubenreinheit (Sie hören es, wenn er muss, da er nie grundlos sein Lager beschmutzen würde), sondern und besonders auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Ein wesensfester und anhänglicher Weißer Schäferhund wird der Lohn Ihrer Bemühungen sein.

Quelle/Verfasser: © NN(unb.),K.Hinrichsen. Alle rechte vorbehalten
Für Aussagen und Empfehlungen des Autors in diesem Forum kann keinerlei Garantie übernommen werden. Eine Haftung für Personen-, Sach und/oder Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Viele Grüße
Klaus Hinrichsen

[Hinweis: Dieser Beitrag wurde von KH editiert.]

IP:

Dagmar
unregistriert
erstellt am 15.12.2002 um 16:25 Uhr          
Hallo!
Wir sind im Begriff einen weißen Schäferhund als neues Familienmitglied in unser "Rudel" bringen. Sie schreiben, daß man erst mit ca 6 Monaten, den Hund alleine lassen soll. Das ist das einzige Problem das ich sehe. Wir werden den Hund evtl. Mitte Februar mit 8 Wochen bekommen. bis Anfang März hat sich mein Freun Urlaub eingetragen und ich werde von Anfang März bis Ende März Urlaub nehmen. Aber dann muß ich leider auch wieder arbeiten gehen. Er wird morgens ca. fünfeinhalb Stunden alleine sein und mittags nochmal vier Stunden. Dazwischen liegen ca. eineinhalb Stunden, in denen ich mich voll um den Hund kümmern kann. Meinen Sie, das geht? Wäre leib wenn Sie uns bei der Entscheidungsfindung helfen könnten. Vielen Dank!

IP:

Klaus
www.white-bandits.de

Beiträge: 280
Von:D-71576 Burgstetten
Registriert: Dez 2000

erstellt am 15.12.2002 um 16:30 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus eine eMail zu senden!     
Hallo,

>>>Er wird morgens ca. fünfeinhalb Stunden alleine sein und mittags nochmal vier Stunden.

der Hund wäre dann nach meiner Rechnung ca.14 Wochen alt. Aus meiner Sicht würde ich die momentane Anschaffung eines Welpen überdenken - der Hund hat noch nicht ein Mal seine Prägungsphase abgeschlossen und sollte in diesem Alter auf keinen Fall so lange alleine bleiben müssen.
Viele Grüsse
Klaus

IP:

DogsLife
registriert

Beiträge: 8
Von:Berlin
Registriert: Mai 2007

erstellt am 19.05.2007 um 18:57 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von DogsLife anzusehen!   Klicken Sie hier, um DogsLife eine eMail zu senden!     
hallo klaus, wie ist es mit 2-3 stunden? denn ich wohne alleine und kann auch nicht ständig da sein,da ich aber von zu hause aus arbeite,bin ich eigentlich die ganze zeit zu hause, nur gehe ich auch mal für 2-3 stunden zum sport oder einkaufen oder kurz einkaufen....

wie siehst du das? denn das allerletzte was ich möchte ist, dass mein hund sich nicht richtig entfallten kann.

IP: 87.106.130.148

Klaus
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Beiträge: 280
Von:D-71576 Burgstetten
Registriert: Dez 2000

erstellt am 20.05.2007 um 00:36 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus eine eMail zu senden!     
Hallo,

siehe einen Beitrag weiter oben - gleiche Antwort.

Gruss

Klaus

IP: 84.56.159.68

DogsLife
registriert

Beiträge: 8
Von:Berlin
Registriert: Mai 2007

erstellt am 20.05.2007 um 09:25 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von DogsLife anzusehen!   Klicken Sie hier, um DogsLife eine eMail zu senden!     
danke, gut dann werde ich in den 6 monaten auf sport und co. verzichten müssen...
wenn ich aber den welpen kurz um die ecke zur bank mitnehme, denken sie er hätte probleme mit den leuten und den geräuschen auf der strasse ?ich wohne sehr zentral und da ist es zu rush hour schon recht laut.

danke im voraus

IP: 87.106.11.22

Klaus
www.white-bandits.de

Beiträge: 280
Von:D-71576 Burgstetten
Registriert: Dez 2000

erstellt am 20.05.2007 um 12:35 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus eine eMail zu senden!     
Ein paar Tipps zur Prägung

Zwischen der achten und sechzehnten Lebenswoche sollten Sie Ihren Hund „prägen“ (vorher haben wir als Züchter unser Bestes dazu beigetragen). Das heißt, Sie konfrontieren ihn soviel als möglich mit neuem Geräuschen, neuen Gerüchen und neuen Gegebenheiten. Ihr Kleiner soll lernen, dass das Leben herrlich ist und er vor nichts auf der Welt Angst haben muss.
In dieser Phase ist es wichtig, dass Ihr Hund möglichst viel Kontakt zu fremden Menschen und Hunden hat. Ein Hund, der in dieser Zeit von fremden Menschen oder Hunden isoliert wird, wird zeitlebens unsicher sein und Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen haben.

Gehen Sie mit ihm an einem Einkaufssamstag ruhig in eine Fußgängerzone oder ein überfülltes Einkaufszentrum. Achten Sie aber sorgfältig darauf, dass er nur positive Erfahrungen mit nach Hause nimmt. Niemand darf auf ihn drauf treten oder ihn vor lauter Entzücken zu stark bedrängen. Ein freundliches aber entschiedenes „Nein“ gegenüber allzu handgreiflichen Personen ist hier angebracht.
Gehen Sie mit Ihrem Kleinen auf einen Rummelplatz, wo viele neue Geräusche und jede Menge Lichter auf ihn warten. Besuchen Sie aber auch Lokale mit ihm und lehren Sie ihm, unter der Bank oder dem Tisch ruhig liegen zu bleiben.
Tipp: Diese Verhaltensregel probieren Sie am Besten aus, wenn Sie mit dem Welpen gerade einen langen Spaziergang hinter sich haben. Wenn Ihr Hund todmüde unter dem Tisch oder der Bank schläft und Sie dies ein paar Mal wiederholen, dann prägt er sich Lokalbesuche mit schlafen oder zumindest ruhig verhalten ein.
Gehen Sie an einen See oder einen Bach mit ihm, egal zu welcher Jahreszeit Sie ihn bekommen haben. Alles Neue ist interessant! Lassen Sie ihn viel mit anderen Hunden spielen, damit er lernt, mit erwachsenen Hunden umzugehen und später kein Raufer wird.
Auf Ihren Spaziergängen klettern Sie ruhig einmal auf einen größeren Stein oder einen umgefallenen Baum und lassen Ihren Hund folgen. Er soll viele verschiedene Bodenbeschaffungsarten kennen lernen. Gehen Sie mit ihm über Blech, Holz, Acker, Wiese, Mauer, Steine, steile Böschungen und so weiter. Versuchen Sie vielleicht Ihren Hund dazu zu bringen, durch ein Rohr zu kriechen. Natürlich nur spielerisch und nur auf Ihren Befehl hin!
Tipp: Frauchen hält den Welpen am Halsband, während Sie am anderen Ende des Rohres mit einem Leckerbissen locken.
Wedeln Sie mit einer Kunststoffplane oder Ähnlichem, die ein knatterndes Geräusch von sich gibt. Fremdartige Geräusche muss er genauso kennen lernen wie neue optische Reize. Aber
achten Sie sorgfältig darauf den Kleinen nicht zu überfordern. Jeden Tag ein bis zwei neue (von Ihnen herbeigeführte) Erfahrungen sind wahrlich genug.
Stellen Sie ihn als Kleinen in die Badewanne und spülen Sie ihn mit lauwarmen Wasser ab. Auch wenn er nicht schmutzig ist. Spätestens wenn Ihr Hund ausgewachsen ist und er von oben bis unten voller Matsch ist, werden Sie dankbar sein, wenn Sie mit ihm nicht kämpfen müssen, um ihn in die Wanne zu bringen.
Tipp: Verwenden Sie nur ein- maximal zweimal Hunde-Shampoo pro Jahr. Das Haarkleid Ihres Hundes ist mit einer Fettschicht ausgestattet, die Wasser- und Schmutzabweisend ist. Auch das beste Shampoo zerstört diese schützende Fettschicht.
Bemühen Sie sich um einen Platz in einer möglichst guten Welpenspielgruppe mit qualifizierten Spieltrainern. Alles, was Hunde bis zur 16. Woche lernen, ist praktisch für immer unauslöschlich in Ihrem Gedächtnis verankert. Tipp: www.welpen-praegungsspieltage.de
Die frühe Trennung von ihrer Mutter und vor allem von ihren Geschwistern erfordert unbedingt ein Ersatzrudel, um das spielerische Erlernen unter Gleichgesinnten fortzusetzen. Isoliert aufwachsende Welpen, die bis zu ihrer 16. Woche keine Möglichkeit zum Spielen und Lernen mit anderen Welpen hatten und damit eine richtige Sozialisierung in ihrer lernfähigsten Zeit nicht erleben durften, werden später nie fähig sein, über einfachste Lernziele hinauszukommen. Das Selbstbewusstsein wächst in dieser Phase beim Spiel mit gleichaltrigen Hunden und beugt
einem späteren ängstlichen und aggressiven Sozialverhalten vor. Es ist wirklich ungeheuer


wichtig, dass Sie diese bedeutende Lebensphase des Welpen nicht „verschlafen“. Ermöglichen Sie ihm die regelmäßige (wöchentliche) Teilnahme an den Welpenspieltagen.
Ich kann diese Welpenspieltage wirklich jedem empfehlen. Wir selbst hatten das Glück, dass eine auf diesem Gebiet sehr erfahrene und anerkannte Trainerin in unserer Stadt wohnte. Ein Mal in der Woche veranstaltete sie 4-stündige Welpenprägungsspieltage, an denen Hunde aller Rassen von der 8. bis zur 16. Woche teilnehmen konnten. Sie sollten sich aber mit der Anmeldung beeilen, da die günstigen Kurse sehr beliebt und immer schnell ausgebucht sind.
Folgende Schritte sollten Sie auf jeden Fall beachten:

· Gewöhnen Sie den Welpen an sein neues „Haus“ und an die neue Umgebung.
· Spaziergänge sollten anfangs im Wald, auf Wiesen und Feldwegen stattfinden.
· Heranführung des Welpen an mäßig belebte Straßen.
· Nach Möglichkeit sollten Sie mit dem Welpen einmal wöchentlich eine Welpenspielgruppe eines qualifizierten Hundeplatzes in Ihrer Nähe aufsuchen. Hier werden in der sensiblen Welpen-Phase optimale Grundlagen für ein schönes, problemfreies Hundeleben geschaffen. Mit der Teilnahme kann bereits im Welpenalter von 8 Wochen begonnen werden, denn alles, was der Welpe in den folgenden 6-8 Wochen erfährt und erlebt ist beinahe unauslöschbar in seinem Gedächtnis verankert. Das wachsende Selbstbewusstsein des Welpen resultiert aus seinem Spielerlebnis mit Gleichaltrigen, aber auch aus dem Spiellernen mit seinem geliebten Rudelführer, der gleichzeitig mitlernt und so eine gewisse Sicherheit im Umgang mit dem Welpen bekommt. Tipp: www.welpen-praegungsspieltage.de
· Lassen Sie den Welpen von fremden Menschen streicheln und füttern (natürlich nur von den selbst mitgenommenen Leckerle).
· Man sollte den Welpen nicht ständig ohne Leine herumlaufen lassen, denn dies ist der verlängerte Arm und gibt ihm Sicherheit. In Stresssituationen kann der Welpe dann auch nicht weiter ausweichen oder weglaufen; dies ist nur bis zur Leinenlänge möglich.

Das einzig richtige ist, den Welpen langsam an seine neue Umwelt und dessen Andersartigkeit heranzuführen. Hat der Welpe sich an seine neue Heimat, mäßig belebte Straße usw. gewöhnt, steigert man langsam den Radius der Umwelt und der Belastbarkeit.
Lassen Sie ihn in den ersten 2 Wochen möglichst nicht lange alleine zurück, damit keine erneute Trennungsangst in ihm geweckt wird.

Sollte er sich einmal ängstlich oder zurückhaltend verhalten, dürfen Sie auf keinen Fall den Welpen mit streicheln beruhigen, sondern nur mit Worten – achten Sie hierbei auf einen freundlichen Tonfall. Streicheln wird nämlich als Lob aufgefasst und der Welpe verbindet damit, dass er sich richtig verhalten hat. Somit würden Sie ein „Fehlverhalten“ Ihres Welpen unterstützen und fördern. Wenn er sich vor etwas fürchtet, gehen Sie ohne zu streicheln immer wieder in diese Situation. Sie werden sehen, der Welpe gewöhnt sich von selbst daran.
Zeigt sich der Welpe unbefangen, also gleichgültig, wenn ein Auto vorbeifährt, er sich von Fremden streicheln lässt oder angstfrei mit Artgenossen spielt, sollten Sie ihn ausgiebig loben und mit einem Leckerchen belohnen.

Alles, was Ihr Welpe in der Prägungsphase kennen lernt wird später keinen Grund darstellen, ängstlich oder aggressiv zu reagieren. Nutzen Sie die Zeit von der 8. bis zur 16. Lebenswoche also intensiv – es lohnt sich. Alles, was der Welpe in dieser Zeit gelernt hat, ist unauslöschlich in seinem Gehirn fest verankert. Ganz wichtig: Sie und Ihr Hund sollen bei der Eroberung der Welt richtig Spaß haben!

Gruss

Klaus

IP: 84.56.185.57

DogsLife
registriert

Beiträge: 8
Von:Berlin
Registriert: Mai 2007

erstellt am 20.05.2007 um 13:14 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von DogsLife anzusehen!   Klicken Sie hier, um DogsLife eine eMail zu senden!     
hallo, danke für die tipps, ich werde es mir merken.

IP: 87.106.11.22

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