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Autor Thema:   Infos über Hundemalaria = Babesiose Auwaldzecke
Klaus
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Von:D-71576 Burgstetten
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erstellt am 16.03.2006 um 13:39 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus eine eMail zu senden!     

Frankfurt/Main (rpo). Bereitet Katzenhaltern die sich ausbreitende Vogelgrippe Kopfzerbrechen, müssen auch Hundebesitzer im Frühjahr aufpassen. Was viele von ihnen nicht wissen: Die auch "Hundemalaria" genannte Babesiose breitet sich hierzulande immer weiter aus. Die Krankheit kann tödlich verlaufen.

Übertragen wird sie von einer winzigen Zecke. Wurde die tückische Krankheit bei einem der Vierbeiner erkannt, ist es unter Umständen schon zu spät. Deshalb ist Vorsorge wichtig.

Auwaldzecke heißt der Parasit, der vor allem im Frühjahr, aber auch im Herbst aktiv ist. "Mit den ersten warmen Tagen geht es los", sagt Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte in Frankfurt/Main. Bis vor wenigen Jahren war die Auwaldzecke hier zu Lande noch nicht heimisch. Gefahr drohte Hunden allenfalls, wenn sie ihre Halter im Sommerurlaub in den Süden begleiteten - ans Mittelmeer zum Beispiel.

War der Parasit zunächst insbesondere im Saarland und am Oberrhein aktiv, eroberte er nach und nach immer mehr Regionen. "Mittlerweile gibt es die Auwaldzecke mehr oder weniger in ganz Deutschland", sagt Elke Deininger, Veterinärin bei der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes in München. "Man führt das darauf zurück, dass sie sich auf unser Klima eingestellt hat", erläutert Götz.

Tod nach 24 bis 48 Stunden

Immer häufiger werden Fälle bekannt, in denen Hunde verenden, weil sie von der Auwaldzecke befallen wurden. "Wir hatten es schon, das die Krankheit zum Ausbruch kam und der Tod nach 24 bis 48 Stunden eingetreten ist", sagt Götz. Die Zecke überträgt laut Elke Deininger einzellige Parasiten, so genannte Babesien, auf den Hund.

Sie wandern in sein Blut und zerstören die roten Blutkörperchen. Weil das bei der menschlichen Malaria ebenfalls passiert, wird die Babesiose auch "Hundemalaria" genannt. "Dabei ist es eigentlich keine, denn Malaria wird von Mücken übertragen", erläutert Prof. Eberhard Schein vom Institut für Parasitologie an der FU Berlin.

Besonders tückisch ist die Babesiose deshalb, weil ihre Symptome nur schwer zu erkennen sind - zumindest in der Phase, in der einem betroffenen Vierbeiner noch vergleichsweise einfach geholfen werden kann. "Die Tiere sind zuerst matt und atmen schneller als üblich, haben aber keinen Husten", erklärt Tierarzt Götz. Dann kommen Fieber und häufig Erbrechen dazu. Ein weiteres Symptom sind blasse, leicht gelb gefärbte Schleimhäute - als Folge der Zerstörung der roten Blutkörperchen.

"Man macht das am besten am Genick"

"Schließlich ist im Urin eine Rötung zu erkennen - dann ist die Krankheit aber schon weit fortgeschritten", sagt Götz. Jeder Tag, der abgewartet werden, könne verhängnisvoll sein, ergänzt Schein. "Je schneller die Babesiose erkannt wird, desto größer die Chance, dass das Tier geheilt wird." Hat der Halter einen Verdacht, sollte er zum Tierarzt gehen und ihn ausdrücklich auf die Krankheit ansprechen. Denn noch nicht alle Veterinäre in Deutschland denken sofort an die vergleichsweise neue Gefahr.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Hundehalter vom Beginn des Frühlings bis Ende Oktober Vorsorge treffen - mit Hilfe so genannter Spot-Ons. Diese flüssigen Präparate werden auf das Hundefell geträufelt. "Man macht das am besten am Genick", erklärt Deininger. Von dort aus verteilt sich das Mittel auf das gesamte Fell, wenn sich der Vierbeiner bewegt. Die Spot-Ons werden von mehreren Herstellern angeboten, die Halter bekommen sie beim Tierarzt.

In der Regel bieten die Präparate zweifachen Schutz: Erstens haben sie einen "Repellent"-Effekt. "Das bedeutet, dass sich die Zecken gar nicht erst festsaugen", erläutert die Veterinärin. Gelingt es dem Parasiten trotzdem, wird er abgetötet. "Alle vier bis fünf Wochen muss man das wiederholen." Angenehmer Nebeneffekt der Vorsorgebehandlung: Die Spot-Ons schützen den Hund auch gegen andere Plagegeister - gegen den Holzbock, Flöhe oder Stechmücken.

Sorgen um ihre eigene Gesundheit müssen sich die Halter wegen der Babesiose nicht machen. "Der Verlauf ist ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, doch Menschen können sich damit nicht infizieren", sagt Elke Deininger. Und auch Halter von Katzen können nach Worten von Prof. Eberhard Schein aufatmen: Zwar seien die Tiere in südlichen Ländern nicht vor der Krankheit sicher. "Aber bei uns gab es bisher keine Katzenbabesiose." dpa/gms fo cf tk

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